Ein Hoch auf den Mut

Jetzt hätt ich doch fast, Ihr Lieben,
ein absolut trübsinniges Lied geschrieben.
Dabei gibt‘s davon wahrlich mehr als genug.
Mal ehrlich: ist das nicht Selbstbetrug?

Wozu soll ich Euch denn erzählen,
was mich oder Euch für Gedanken quälen?
Das wisst Ihr doch alle selbst ganz gut.
Was Ihr und ich braucht, ist doch eigentlich Mut.

Den Mut zum Lieben und Lachen,
zum irre und bekloppte Dinge machen.
Doch auch den Mut, die Tür mal zu schließen
und das Alleinsein zu genießen.

Jetzt fragt Ihr vielleicht verwundert:
Es gibt doch so an die hundert
Gründe, am Leben zu zweifeln?
Doch müssen wir‘s deshalb verteufeln?

Ja klar, manchmal ist es zum Kotzen,
und man möchte einfach nur motzen,
wie unfair die Umstände sind.
Will schreien: Ja Menschenskind!

Und dann kommt‘s drauf an, Ihr Leute:
Ist Euch bewusst, dass Ihr heute
das Gestern nicht ungeschehn macht?
Und was hat das Toben gebracht?

Ja eben: nur Kopfweh und Krämpfe
und wilde Gedankenkämpfe.
Das alles darf sein, doch am Ende
Wär‘s gut, wenn Ihr fändet die Wende.

Die Wende, Euch neu zu verschenken,
und an jetzt und heute zu denken.
Wie wär‘s, wenn wir gleich jetzt beginnen?
Kommt, lasst uns das Leben gewinnen!

(Copyright Ines Langs, 01.12.2018)

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Sinnfindung

Du hasst Dein Leben,
die Last und die Mühsal.
So viel musst Du geben,
der Lohn ist nur Trübsal.

Du fragst dich täglich:
Wofür diese Qualen?
Es scheint unerträglich,
den Preis zu bezahlen.

Der Sinn des Lebens,
er kommt nicht geflogen.
Du suchst ihn vergebens
und fühlst dich betrogen:

Um Glück und Freude,
um Freiheit und Fülle.
Ein Sorgengebäude,
es dient Dir als Hülle.

Es nimmt die Sicht Dir
auf kleine Gewinne.
Die Lichter tief in Dir,
den Tanz Deiner Sinne.

Wart nicht auf Zeichen
zur Rettung von andern!
Um Sinn zu erreichen,
im Innern musst wandern.

(Copyright Ines Langs, 03.10.2017)

Musik: Apple Loops

Richtungswechsel

In ihren Gesichtern keine Regung, in ihren Körpern keine Bewegung, so sitzen sie auf harten Bänken, eine Richtung ihr Blick, eine Richtung ihr Denken. Einer da vorn, der verschafft ihnen Wissen, dabei lässt sein Ton jede Freude vermissen. Doch dann wird die ewige Ruhe gestört, ein Raunen kommt auf, „Es …

Die Perlen des Pan

Gott Pan die schöne Nymphe sah, es zog ihn zu ihr hin. Er wollte bei ihr sein ganz nah, es stand nach Liebe ihm der Sinn. Es saß die Nymphe ganz allein, und traurig war ihr Blick. „Sag an, mein schönes Mägdelein: Was konnte trüben dir dein Glück?“ Sie sah …

Regenkuss

Die Wälder vom Regen geküsst, feiner Dunst aufgestiegen ist, in der Abendsonne schwebend, einen zarten Schleier webend. Über allen Dächern stehend, in eine neue Welt sehend, steh ich still und sinnend, innere Ruhe gewinnend. (Copyright Ines Langs, 7. Juli 2009)

Beschwingte Seele

Leise und sacht tritt ein Licht in mein Herz, zur Ruhe gebracht sind Kummer und Schmerz. Sanfte Stille erfüllt mich tief, es erwacht ein Wille, der lange schlief. Gedanken schweigen, meine Zweifel sind stumm, ein Lichterreigen kehrt die Dunkelheit um. Meine Seele fliegt, nichts hält sie mehr auf, die Angst …